In vier Tagen einmal um die Welt…

03Sept2015

…und das mit nur 900 km one way. Vor zwei Wochen gings nämlich mit den gesamten Staff members von Don Bosco Didia, in das von manchen hier so genannte, „Klein-Amerika“. Dafür mussten wir dann aber gar nicht Übersee gehen, sondern einfach nur die Boarder nach Kenya crossen um nach NAIROBI zu kommen ;). Was sich aber im Verglich zur Entfernung zur USA kurz anhört, hat sich dann aber doch ganz schön in die Länge gezogen mit einer fünfzehnstündigen Busfahrt…

Und wofür das ganze?
Am 17. August wurde „200 Jahre Don Bosco“ gefeiert. Für diese große Feier, gings dann also für ca 50 Staffmitglieder zum Salesian-Provincial-Sitz von East-Africa. Sechs Schülern mit einer besonders guten schulischen Leistung wurde auch die Chance gegeben in das Nachbarland zu reisen. Sogar eine meiner Schülerinnen aus Form II B war darunter :).

Während zwei Tage alleine für die Hin- und Abreise draufgingen, wurden die anderen beiden Tage voll mit Programm gefüllt - denn es gab viel zu sehen.
Übernachtet und gegessen haben wir in einem der Don Bosco Häuser. Nairobi ist im Gegensatz zu dem inzwischen heißen Didia richtig frisch, sodass man morgens eine Jacke gut gebrauchen konnte. Ich war sehr beeindruckt von Nairobi: von den großen digitalen Anzeigen in der City, hohen Gebäuden, Shoppingcentern und beschäftigten Menschenmassen, die aber im Kontrast zu den direkt daneben angrenzenden kleinen, einfachen und ärmlicheren Häusern standen.

Nun zu dem eigentlichen Grund des Besuches: 200 Jahre Don Bosco. Am Feastday selbst, begann alles mit einer fünfstündigen Messe, die mir aber durch den Gesang und die Lebendigkeit gar nicht so lange vorkam. In die Zeit included waren auch ein paar Aufführungen. Auch unsere Staffmembers haben einen traditional Sukuma Dance vorgeführt – Sukuma ist der Tribe im Norden Tansanias zu dem unter anderem unsere Region Shynyanga gehört. Nachdem die inzwischen knurrenden Mägen nach dem Mittagessen besänftigt waren, gings dann weiter um die verschiedenen Projekte von den Salesianern in Nairobi anzuschauen: eine Primary-School, ein Collage um zum Beispiel Schneidern oder Schreinern zu lernen, eine Universität für die Brothers und ein Projekt für Streetboys, …

Für einen besonderen Nervenkitzel hat ein Besuch in einem Krokodilpark gesorgt, in dem ich das erste Mal in meinem Leben ein kleines Krokodil in den Händen hielt. Von den Kriechtieren gings dann in etwas schwindelerregendere Höhen beim Giraffenfüttern. Die von der ganz harten Sorte, haben sich sogar auf einen Kuss mit einer Giraffe eingelassen.

Wie ihr vielleicht schon seht, waren das ein paar super schöne, erlebnisreiche Tage. Ich habe mich sehr über die Gelegenheit gefreut, in den letzten Wochen vor meiner Abreise noch die Chance gehabt zu haben, in das Nachbarland Kenya hereinschnuppern zu können.