Be prepared...

27Feb2015

… das ist das Motto der Mitglieder von Scouts. Scout wird auch hier an der Don Bosco Schule als einer der Clubs für die Schüler angeboten. Scout – das sind Pfadfinder, bloß, dass das militärische hier noch nach meinem Gefühl mehr mitreinschwingt, denn von marschieren, über (ein paar) Liegestütze, bis hin zu einer Nachtwanderung, ist alles dabei. Warum ich euch das erzähl?! Ich durfte das Motto während einem Scout-Camp, an dem ich letztes Wochenende teilgenommen habe, am eigenen Leib erfahren ;D. Grund für das Scout-Camp war der Geburtstag des britischen Scout-Gründer-Ehepaars (ganz genau: beide am selben Tag ;D). Begonnen hat das Scout Camp am Freitagabend mit einem großen Lagerfeuer um das herum - mit einer bomben Stimmung - getanzt und gesungen wurde. Irgendwie schien mir das ein System zu haben, aber um ehrlich zu sein, fiel es mir, als Neuling, etwas schwer da durchzublicken ;D. War auf jeden fall eine spaßige Erfahrung :). Danach gings zum Camp – das eine Woche vorher schon angefangen wurde vorzubereiten: nur mithilfe aus Holzstämmen und Kordel, wurde ein Wachturm, Zelte, Küche, Drehkreuz als Eingang und Sitzgelegenheiten gezaubert. Während sich einige unter den freien Himmel zum Dösen auf Tüchern ausgebreitet haben, haben sich andere gegen den Schlaf und fürs „making storys“ entschieden. Um zwei Uhr wurden dann plötzlich alle zur Versammlung einberufen und dann gings los: zur Nachtwanderung - ganz nach dem Motto „be prepared“... Mit ein paar Taschenlampen ausgestatten gings dann also los durch die Nacht, immer wieder mit ein paar challenges verbunden, wie zum Beispiel über einen Baum klettern, durch einen niedrigen Tunnel zwängen oder einen Hang hochkrackseln – und dabei nicht den Anschluss verlieren… Am Anfang hatte ich mich auf einen zweistündigen Marsch eingestellt, aber dem Scoutmotto zu Ehren, sind wir dann immer noch – mehr oder weniger wach – auf den Beinen gewesen, als der Himmel schon langsam hell wurde… Irgendwann fande man dann bei den Pausen dann auch den Boden zum Hinlegen ganz bequem… Um sieben Uhr morgens sind wir dann - mit mindestens nur noch der Hälfte der Geschwindigkeit die wir am Anfang drauf hatten :D – im Camp angekommen. Meine ganze Hochachtung gillt den Schülern, die dann noch am selben Tag bis abends marschiert und gerannt sind – während ich mich nur noch dem Kampf mit dem Schlaf stellen konnte ;). Vom Scout-Camp habe ich dann sogar noch zwei Tage später was gehabt – Schlafmangel ;D.

Auf jeden Fall war das Scout-Camp eine sehr spannende und abenteuerliche Erfahrung. Und am Ende war man stolz darauf sich dem Motto „be prepared“ gestellt und durchgehalten zu haben.

„Prepared“ bin ich auch schon für meine nächste Reise, die kurz bevor steht – diesmal aber nicht zu Fuß ;D. In wenigen Stunden heißt es nämlich für vierzehn Stunden in den Bus nach Dar es Salaam – zum Glück - zu SITZEN ;D. Denn jetzt geht’s schon auf zum Zwischenseminar, wo ich dann auf ca. 25 andere deutsche Freiwillige treffen werde. Ich bin schon gespannt auf den Austausch über die Erlebnisse und Erfahrungen der anderen Freiwilligen.

So weit so gut ;).

Ich hoffe, bis ganz bald mal wieder – ich werde mein Bestes versuchen zu geben um euch up-to-date zu halten :)