Berichte von 09/2015

Time to say goodbye...

18Sept2015

Oh je jetzt habe ich mich aber schon ganz lange nicht mehr gemeldet
jedoch habe ich seitdem keine Zeit verschwendet.
Heute bin ich in der Laune zum Dichten
Und werde euch zuerst von der Tour nach Mwanza berichten.
Mwanza liegt im Norden an dem See Victoria
Und gehört zu den five citys in Tanzania.

Zusammen mit den Form Threes waren wir dort auf Study Tour um neues zu verstehen,
denn es ging dorthin um sich Betriebe anzusehen.
Angefangen mit einem Betrieb zur Wasseraufbereitung
Ging es dann in die Lüfte mit ganz viel Schwung.
Vom Boden aus gesehen warfen wir einen Blick in den Flughafen rein,
und fragten uns „über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“.

Das Highlight der ganzen Tour war aber dann,
als es zur Coca Cola Company ging mit dem ganzen Gespann.
Ich habe großen Respekt vor den Maschinen,
die es schaffen 300.000 Kästen mit Soda in `ner Stunde zu bedienen.
Als wäre Weihnachten und Ostern zusammen wurde danach dann Soda „for free“ konsumiert
- denen die 10 Bottels schafften wurde danach bewundernd gratuliert.

Damit die Köpfe vor lauter study nicht anfingen zu rauchen
Ging es dann zum Beach – was viele als Chance zur Abkühlung gebrauchten.
Für manche war das Planschen ein Mittagssport,
für andere ein Relaxen unter Palmen an einem wunderschönen Ort.
Auch unsere Bäuche blieben nicht leer,
ich denke ich bin jetzt 5 kg mehr schwer… ;D

Nach diesen drei Tagen voller Spaß
Ging es dann zurück an der Schule weiter mit Vollgas.
Für die Examen wurde es nämlich schon wieder Zeit
Da waren wir Lehrer dann vom Unterrichten befreit.
Nach dem vielen Laufen beim Beaufsichtigen von Examen,
kamen dann die Ferien und zeigten unseren müden Beinen Erbarmen.

Die freie Zeit war aber nur von kurzer Dauer,
denn 400 Examen lagen uns nun auf der Lauer.
Uns, damit sind Sarah - meine Nachfolgerin - und ich gemeint
- zusammen verbrachten wir hier sechs Wochen lang eine schöne Zeit.
Bevor wir uns aber dieser Tortur weiterhin unterzogen,
machten wir erst einmal um die Examen einen weiten Bogen:

Es ging auf eine zweinächtige Tour,
denn wir begleiteten drei Schüler auf ihrer Spur
Wir wurden als Gäste bewirtet mit ganz viel Soda und Essen
Und wären für die Löwen jetzt wohl ein gefundenes Fressen,
Es war schön die Schüler zu Hause zu besuchen zu gehen

Und somit einen Blick hinter die Kulissen zu sehen

Auch an der Schule war die Freude auch groß,
denn die Schüler zogen mit nun drei Miss’es das große Los.
Jana, meine Vorfreiwillige, kam für eine Woche nach Didia
Da hatten wir drei Mädels viel zum Lachen und Quatschen – wie wahr.

Gestern besuchte ich das erste Mal eine Outstation zur Messe
Danach wird man meist vom Catechist zu seinem Haus eingeladen zum gemeinsamen Esse‘.
Die Outstation befinden sich in den villages um Bugisi und sind dreißig an der Zahl
Weshalb sie nur einmal im Monat empfangen können, das Heilige Abendmahl.

Heute ging es für mein letztes Picknick nach Mwanza
Mit Salesians und Sisters und auch wir zwei volunteers waren da.

Von nun an sind meine Tage gezählt
Und heute in einer Woche heißt es unter meiner tansanischen Handynummer „verwählt“…
Ich bin froh, dass am Montag die Schüler wieder zur Schule zurückkehren
Und sich die Anzahl der Schüler auf dem Gelände wieder vermehren.
Am Mittwoch darf ich die Geburtstagsfeier von Father Headmaster teilen
- ich hoffe ich fange bei meiner Farewell nicht an zu weinen…
Es tut unheimlich weh „goodbye“ zu sagen
Und das Heimweh nach Didia fängt mich jetzt schon an zu plagen.

Aber jeder Abschied ist der Anfang einer Reise
Und so starte ich nun bald mein Studium und werde hoffentlich mehr weise.
Ich bin froh, dass alle meine Aufgaben übernommen werden durch Sarah, meine Nachfolgerin,
und nach unseren sechs gemeinsamen spaßigen Wochen weiß ich sie bekommt das auch ganz toll hin.

Ich freue mich schon euch in Deutschland alle wiederzusehen
Und gemeinsam auf meine wunderschöne Zeit in Tansania zurückzusehen.
Ich möchte noch einmal ganz herzlich „Danke“ sagen,
an alle die mir dieses Jahr ermöglicht haben.

Ein allerletztes Mal Grüße aus Tansania sendet euch eure Sabine,
die hier gerade in der Hitze grillt wie eine Sardine

In vier Tagen einmal um die Welt…

03Sept2015

…und das mit nur 900 km one way. Vor zwei Wochen gings nämlich mit den gesamten Staff members von Don Bosco Didia, in das von manchen hier so genannte, „Klein-Amerika“. Dafür mussten wir dann aber gar nicht Übersee gehen, sondern einfach nur die Boarder nach Kenya crossen um nach NAIROBI zu kommen ;). Was sich aber im Verglich zur Entfernung zur USA kurz anhört, hat sich dann aber doch ganz schön in die Länge gezogen mit einer fünfzehnstündigen Busfahrt…

Und wofür das ganze?
Am 17. August wurde „200 Jahre Don Bosco“ gefeiert. Für diese große Feier, gings dann also für ca 50 Staffmitglieder zum Salesian-Provincial-Sitz von East-Africa. Sechs Schülern mit einer besonders guten schulischen Leistung wurde auch die Chance gegeben in das Nachbarland zu reisen. Sogar eine meiner Schülerinnen aus Form II B war darunter :).

Während zwei Tage alleine für die Hin- und Abreise draufgingen, wurden die anderen beiden Tage voll mit Programm gefüllt - denn es gab viel zu sehen.
Übernachtet und gegessen haben wir in einem der Don Bosco Häuser. Nairobi ist im Gegensatz zu dem inzwischen heißen Didia richtig frisch, sodass man morgens eine Jacke gut gebrauchen konnte. Ich war sehr beeindruckt von Nairobi: von den großen digitalen Anzeigen in der City, hohen Gebäuden, Shoppingcentern und beschäftigten Menschenmassen, die aber im Kontrast zu den direkt daneben angrenzenden kleinen, einfachen und ärmlicheren Häusern standen.

Nun zu dem eigentlichen Grund des Besuches: 200 Jahre Don Bosco. Am Feastday selbst, begann alles mit einer fünfstündigen Messe, die mir aber durch den Gesang und die Lebendigkeit gar nicht so lange vorkam. In die Zeit included waren auch ein paar Aufführungen. Auch unsere Staffmembers haben einen traditional Sukuma Dance vorgeführt – Sukuma ist der Tribe im Norden Tansanias zu dem unter anderem unsere Region Shynyanga gehört. Nachdem die inzwischen knurrenden Mägen nach dem Mittagessen besänftigt waren, gings dann weiter um die verschiedenen Projekte von den Salesianern in Nairobi anzuschauen: eine Primary-School, ein Collage um zum Beispiel Schneidern oder Schreinern zu lernen, eine Universität für die Brothers und ein Projekt für Streetboys, …

Für einen besonderen Nervenkitzel hat ein Besuch in einem Krokodilpark gesorgt, in dem ich das erste Mal in meinem Leben ein kleines Krokodil in den Händen hielt. Von den Kriechtieren gings dann in etwas schwindelerregendere Höhen beim Giraffenfüttern. Die von der ganz harten Sorte, haben sich sogar auf einen Kuss mit einer Giraffe eingelassen.

Wie ihr vielleicht schon seht, waren das ein paar super schöne, erlebnisreiche Tage. Ich habe mich sehr über die Gelegenheit gefreut, in den letzten Wochen vor meiner Abreise noch die Chance gehabt zu haben, in das Nachbarland Kenya hereinschnuppern zu können.