Berichte von 06/2015

Ferien, Ferien, endlich Ferien (Wirlich?!)

11Juni2015

Das ist ein Kinderlied, dass ich zusammen mit meinen Schwestern zum Ferienbeginn gesungen habe (an dieser Stelle einen ganz lieben Gruß an euch ;D). Damals haben wir es voller Enthusiasmus und Vorfreude auf die freie Zeit gesungen… Hier hinterließ das Word Ferien bei mir aber keine himmelhochjauchzende Freude, sondern eher ein flaues Gefühl im Magen als ich am Freitag zugeschaut habe, wie der, noch am Morgen von Schülern wimmelnde, school compound plötzlich immer leerer und leerer wurde… bis man dann auf die geringe Anzahl von 60 Schülern kommt, die ein paar Tage oder sogar die ganzen Ferien in der Schule verbringen um mitzuhelfen. Entweder als volunteer, oder aber als Entgegenleistung weil sie von den Salesianern finanziell in den Schulgebühren unterstützt werden.

Das ungewohnte Bild der leeren Schule musste ich mir aber nicht lange anschauen, denn am selben Tag hieß für die 50 Scout members und mich dann: Auf zum Scout-Camp ;D. Obwohl ich mir direkt nach der langen Nachtwanderung vom ersten Scoutcamp nicht so sicher war, ob ich das noch einmal wiederhohlen will, bin ich dem Scout Motto „be prepared“ dann ein zweites Mal gefolgt ;). Diesmal ging das Scout Camp aber nicht nur eine Nacht(wanderung) lang, sondern drei Nächte. Die ersten zwei Nächte verbrachten wir 10 Minuten Fußmarsch vom school compound entfernt - hier erstreckt sich aber eine so weite Landschaft, dass mir die nahe Entfernung kaum bewusst war;D. Für die letzte Nacht gings dann aber, nachdem alle Scouts auf die Ladefläche vom Truck geladen wurden, für über eine Stunde Fahrt in den richtigen „Forest“. Die Schüler wurden zu Beginn des Camps in vier Gruppen aufgeteilt, die jeweils Pluspunkte während des ganzen Camps sammeln konnten. Das allererste was gemacht wurde, war unser Lagerplatz herzurichten. Jede Gruppe hatte dann die Aufgabe ein Zelt - mit Holzpfählen, Kordel und Plane - aufzubauen. Auch eine Kochecke wurde eingerichtet, in der in großen „Töpfen“ über einer mit Glut gefüllten Kuhle, gekocht wurde. Diesmal wurde mir aber gesagt, dass es ein „Soft-Camp“ sei, weil mehr die Theorie als die physical exercises im Vordergrund standen. So bereitete jede Gruppe einen Vortrag vor, z.B über Erste Hilfe oder die Geschichte von den Scouts. Natürlich durfte aber auch das marschieren und salutieren nicht fehlen. Abends wurde immer ein Lagerfeuer entfacht um das herum gesungen und getanzt wurde. Jede der vier Gruppen bereitete für das Lagerfeuer dann auch immer einen Song und ein kleines Theaterstück vor. Weil das meiste aber im Kiswahili war, hab ich leider nicht allzu viel davon verstanden. Wenn der Mond dann schon längst über uns aufgegangen war, wurde sich dann im Zelt auf einem Tuch als Schlafunterlage zusammengerollt, bis man dann wieder zum Start in den neuen Tag mit für ein kurzes Morgensportprogamm aus dem Tuch gepfiffen wurde ;). Am Ende des Scoutcamps wurden dann die neuen Scoutmembers feierlich aufgenommen und das Versprechen unter den „alten Hasen“ in den Scouts erneuert. Auf dem Rückweg zur Schule hatte unser Truck dann leider eine Panne, sodass wir nach der Hälfte der Strecke dann so langsam vorankamen, dass uns sogar Fahrradfahrer überholt haben… So kehrten wir dann (etwas verspätet) nach einem intensiven und abenteuerlichen Scout Camp mit etwas Müdigkeit im Handgebäck ;) wieder zur Schule zurück.